—aktuell—
haltet euch das datum frei : am 6. september werden die zwetschgenbäume geschüttelt !

Die «Ferme du Sonneur» tut sich mit F.A.M.E zusammen, um euch ein absolut mitreissendes Fest zu zaubern, das eure Stimmung auf das Niveau einer im Sprint befindlichen Heuschrecke steigen lassen wird!
Auf dem Programm:
Egal, ob du ein kleiner Sprössling oder ein großes grünes Gemüse bist – alle sind eingeladen! Wir wollen die ganze Region tanzen sehen, wie Frösche in Trance, die im Gemüsegarten herumhüpfen.
Alle knackigen Infos (Zeitplan, Aktivitäten, was es zu essen gibt) findet ihr direkt auf dem Plakat unten. Kommt zahlreich (und mit einer ordentlichen Portion Freude) und feiert mit uns!

Statement FAME zur Ernährungsinitiative
F.A.M.E. – die selbstorganisierte Ausbildung im ökologischen Gemüsebau – unterstützt grundsätzlich die Initiative für eine sichere Ernährung. Die Initiative bringt essentielle Punkte in die Verfassung ein.
Nebst der Aufnahme von sauberem Trinkwasser in die sicherzustellende Versorgung, sollen neu auch fruchtbarer Boden, Biodiversität und genetische Vielfalt unserer Kulturpflanzen als Grundlagen für die landwirtschaftliche Produktion genannt werden.
Der Selbstversorgungsgrad soll auf mindestens 70% erhöht werden, was durch die Förderung einer pflanzenbasierten Ernährungsweise und einer dementsprechend ausgerichteten Land- und Ernährungswirtschaft erreicht werden soll.
Ein Versorgungsgrad von 70% darf aber nicht zu einer Intensivierung der Produktion und somit einem weiteren Rückgang der Biodiversität führen. Die Erhöhung der pflanzlichen Produktion ist daher der logische Ansatz, da diese deutlich flächeneffizienter ist.
Daneben muss die Biodiversitätsförderung gestärkt werden. Die in der AP 30+ vorgesehene Fokussierung auf die Qualität von Biodiversitätsförderflächen kann dabei hilfreich sein. F.A.M.E. trägt daher auch die Forderungen der Agrarallianz bezüglich der Biodiversitätsförderung mit (https://www.agrarallianz.ch/wp-content/uploads/2025/09/positionspapier-biodiversitaet-agrarallianz.pdf (nur auf deutsch verfügbar)).
Wir als Gemüseproduzent*innen würden eine höhere politische und auch finanzielle Förderung von pflanzlicher Produktion begrüssen. Allerdings ist festzuhalten, dass die Tierhaltung in der Schweiz, sowohl kulturell als auch ökologisch gesehen ihren Platz hat. Eine Umstellung auf mehr pflanzliche Produktion muss auch konsumseitig mitgetragen werden und ein erhöhter Fleischimport als Folge muss begleitend verhindert werden.
Die Umsetzung der Initiative kann sehr unterschiedlich aussehen. Wichtig ist jedoch, dass die prekären Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft anerkannt werden und dass diese Bedingungen überall verbessert werden – auch in der Tierhaltung. Die Konsequenz darf nicht sein, dass die Produktionsbedingungen des Gemüsebaus zwar besser werden, die Alpwirtschaft aber nicht mehr überlebensfähig ist.
Wir unterstützen damit die Initiative und fordern gleichzeitig eine sozialverträgliche und ökologische Umsetzung.
Formation auto-gérée de maraîchage écologique
Hinter F.A.M.E. (Formation Autogérée de Maraîchage Écologique) steht ein Kollektiv, das lernen will, Gemüse anzubauen. Nachhaltiges, leckeres & gesundes Gemüse für alle – unabhängig vom sozialen Status und den finanziellen Ressourcen.
Der Erhalt der natürlichen Ressourcen – wie Wasser, Humus und Biodiversität – sehen wir als zentraler Pfeiler unserer Gemüseproduktion, um auch in Zukunft noch gesundes Gemüse produzieren zu können. Unsere Ausbildung fokussiert sich daher auf ökologische, kleinbäuerliche und solidarische Anbauformen. Durch die Selbstorganisation der Ausbildung ermächtigen wir uns dabei die Ausbildung zu bekommen, die wir für notwendig halten für die Herausforderungen des heutigen Gemüsebaus und wollen sie möglichst allen zugänglich machen, welche sich dafür interessieren und unsere Werte teilen. Gemeinsam schaffen wir diese Ausbildung kollektiv und basisdemokratisch.
FAME ist partei- und konfessionsunabhängig.
- Wir stehen ein für ein solidarisches Miteinander und für die allgemeinen Menschenrechte.
- Wir sehen die Welt als Produkt von sehr einseitigen und ungerechten Machtverhältnissen (insbesondere patriarchale und koloniale) und hinterfragen unsere eigene Rolle darin.
- Wir wollen eine solidarische Rolle einnehmen in und über die Landwirtschaft hinaus.
- Wir distanzieren uns von Gruppen und Initiativen mit Anknüpfungspunkte an rechtsextreme Ideologien.
- Wir setzen eine Auseinandersetzung mit dem eigenen diskriminierenden Verhalten und eine Reflexion der eigenen Privilegien voraus. In dem Sinne dulden wir keine rassistischen, fremdenfeindlichen, queerfeindliche und sexistische, kurz menschenverachtende Diskriminierungen.
- Uns ist bewusst, dass es sich hierbei um einen ständigen Prozess handelt. Auf unsere Fehler wollen wir eine kritische Selbstreflexion folgen lassen.
Die Ausbildung
Mit unserer selbstorganisierten Ausbildung wollen wir Gemüsebau erlernen – von der Aussaat bis zur Ernte. Wir verstehen ökologischen, vielfältigen und kleinstrukturierten Gemüsebau als eigenständiges Handwerk und wollen dafür eine Qualifizierungsmöglichkeit schaffen.
ÜBER UNS
Wir sind eine Gruppe Menschen, die Grosses vor hat. Die Menschen aus der jeweils aktiven Klasse leisten den Grossteil der Arbeit und stellen so ihre eigene Ausbildung auf die Beine.
Für das Funktionieren von F.A.M.E. braucht es aber viel mehr als nur den aktuellen Jahrgang. In den zahlreichen Arbeitsgruppen helfen auch Ehemalige und Externe Menschen mit.

Der Förderverein
Die langfristige Finanzierung von der Ausbildung wird durch die Fördermitglieder von Pro F.A.M.E. kollektiv getragen.
So können sich die angehenden Gärtner*innen erfolgreich und selbstbestimmt ausbilden. Der Förderverein entlastet die Lernenden und stärkt einer zukunftsfähigen Landwirtschaft den Rücken.


